Moderatorin: Jutta Eckstein
Agile Methoden haben sich weltweit in zahlreichen Softwareentwicklungs- projekten außerordentlich bewährt und führen zumeist schneller zum Erfolg als andere Vorgehensweisen.
Beim Agile Day erhalten Sie das Know-how und das Erfahrungswissen, das Sie für die erfolgreiche Durchführung agiler Projekte brauchen. Lernen Sie, wie die Vertragsgestaltung aussieht und wie Qualitätsmanagement in agilen Projekte durchgeführt wird. Profitieren Sie von dem Praxiswissen der Speaker des Agile Day!
Zeit: 09.30 - 16.30 Uhr




Sollen bei Festpreisprojekten agile Entwicklungsmethoden eingesetzt werden, stellen sich Fragen, die die gängigen agilen Methoden nicht beantworten. Der Vortrag stellt die besonderen Herausforderungen agiler Festpreisprojekte dar und liefert Best Practices aus verschiedenen Praxisprojekten.


"Vertrauen ist gut - Kontrolle ist besser." "Vorsorge ist besser als Nachsorge". "Wer schreibt, der bleibt". Solche Volksweisheiten sind althergebracht und bekannt. Mit Verträgen versucht man normalerweise, sich abzusichern für den Fall, dass etwas schief läuft und/oder dass man sich streitet. Man spielt, um nicht zu verlieren. Dies steht in Spannung zu den Prinzipien der agilen Softwareprozesse - allen voran die 3. Zeile des agilen Manifests: "Zusammenarbeit mit dem Kunden hat Vorrang vor Vertragsverhandlungen." Gleichzeitig ist Misstrauen nicht der einzige Grund für Verträge. Und es wäre sowohl dumm als auch nicht durchsetzbar, auf jegliche Vereinbarung zu verzichten. Schließlich helfen Vereinbarungen dabei, sich klar zu werden, was man will, Missverständnisse gar nicht erst aufkommen zu lassen, das Gedächtnis zu unterstützen, strukturiert und geordnet vorzugehen, usw. In diesem Vortrag werden wir uns der oben aufgezeigten Spannung stellen. Es werden unter anderem die folgenden Fragen aus juristischer, aber auch aus agiler Sicht beleuchtet: Wie kann man Verträge machen, die der agilen Kultur und Vorgehensweise entsprechen? Kann man Risiken schon im Vertrag begegnen? Und wenn ja, wie? Gibt es Vertragsmodelle, die auch Manager und Juristen, die sich nicht dem agilen Manifest verpflichtet fühlen, akzeptieren können?


Der Vortrag stellt Methode und Anwendung des Agilen Qualitätsmanagements vor, das eine Synthese der Vorgehensweisen agiler Software-Entwicklung mit den Werten des traditionellen Qualitätsmanagements anstrebt. Agiles QM bietet einen konzeptuellen Rahmen, wie die unterschiedlichen Aspekte von Qualität im Team bewusst gemacht, angemessene Lösungen ausgewählt und die Erfahrungen über das konkrete Projekt hinaus in die Organisation transferiert werden. Diese Arbeitsweise findet seit gut 2 Jahren immer mehr Aufmerksamkeit bei Entwicklern und Managern gleichermaßen.


Agile Methoden werden von vielen Projektleitern und Managern mit einem Kontrollverlust assoziiert. Software Engineers wiederum empfinden klassische Methoden, wie sie zum Beispiel von IPMA oder PMI gelehrt werden, oft als Gängelei, die sie in überflüssige bürokratische Strukturen zwängt. Jenseits des Konflikts ist festzustellen, dass beide Ansätze auf verschiedene Weise die spezifischen Anforderungen ihrer Befürworter zu erfüllen versuchen. Die Referenten berichten aus ihrer Projektpraxis, welche Konflikte auftreten können, wenn beide Vorgehensweisen zusammen kommen und welche Wege möglich sind, eine fruchtbare Synthese beider Ansätze zu finden.


Laut Forrester Research setzen in den USA und Europa momentan 14% der Unternehmen eine agile Softwareentwicklungsmethode ein und weitere 19% sitzen bereits in den Startlöchern. Nicht nur aufgrund der Empfehlung der Standish Group, agile Vorgehensweisen zur Vermeidung von Fehlschlägen einzusetzen, ziehen viele Unternehmen inzwischen Agilität als erfolgversprechende Vorgehensweise in Betracht. Allerdings ist dabei oft unklar, was der Übergang zur Agilität bedeutet und wie er erfolgreich durchgeführt werden kann. Basierend auf ihrer Erfahrung als agiler Coach, beleuchtet Jutta Eckstein Probleme und Lösungsstrategien für solch eine Veränderung.


In der Session werden von verschiedenen Referenten kurze und prägnante "Lightning Talks" von jeweils max. 10 Minuten zu agilen Themen vorgetragen. Erlaubt ist alles, was mit agil zu tun hat - vom Erfahrungsbericht über persönliche Einschätzungen bis hin zur reinen Darstellung eines Konzepts. Aufgrund der Kürze muss sich jeder Vortrag auf genau eine prägnante Kernaussage konzentrieren. Power Point ist möglich, sollte aber vermieden werden wg. des Umbauaufwands. Kreative und ungewöhnliche Vortragsstile sind gefragt. Die Teilnehmer des agile Day sind aufgerufen, sich an der Gestaltung der Session zu beteiligen und selbst Vorträge zu halten. Vortragsideen können vor und während der Konferenz bei Jutta Eckstein oder Stefan Roock vorgeschlagen werden. Das mögliche Themspektrum umfasst folgende und andere Themen: Scrum, eXtreme Programming, Feature-Driven Development, Code Ownership, große Projekte, Kundenrolle und Modellierung in agilen Projekten.